China-Zentrum
Adresse: Suppè Promenade 139, 3571 Gars am Kamp
Projektumfang: Abbruch des Badhauses und Neubau des Willi Dungl Chinazentrums
Bauzeit: Februar 2001 – März 2002
Aufgabenbereich: Örtliche Bauaufsicht, Detailplanung
Beschreibung:
Anstelle des denkmalgeschützten historischen Badhauses im Nahbereich des Kamps, welches aufgrund der sehr schlechten Bausubstanz vom Bundesdenkmalamt aus dem Denkmalschutz enthoben wurde, erfolgte die Errichtung des China Zentrums. Analog zur Struktur des historischen Badhauses wurde hier wieder eine Gliederung in 3 Baukörper (höherer Mitteltrakt sowie 2 niedrigere Seitentrakte) vorgenommen. Ebenso erfolgte analog die Konstruktion des Mitteltrakts in Massivbauweise und die Seitentrakte in Holzbauweise.
Bei der Planung und Ausführung wurden insbesondere der Denkmalschutz, die Baubiologie, wasserrechtliche Aspekte sowie die Gestaltungsprinzipien des Feng Shui berücksichtigt und in den Projektumfang eingebunden. Hinsichtlich der Materialwahl wurde besonderes Augenmerk auf Baubiologische Materialien gelegt. Es erfolgte die Verwendung von Recycling Ziegel, die Holztrakte wurden aus Massivholzelementen ohne Leimverbindung und mit unbehandelter Lärchenholzschalung als Fassadenverkleidung gefertigt. Im Innenraum kamen Lehmputz, geölte Holzflächen als Wand- und Bodenbelag sowie Naturstein und Steinzeug zur Anwendung.
Bei Konzeption des Chinazentrums erfolgte eine Verknüpfung zwischen Außenraum und Gebäude. Die Gebäudeform erfaßt mit dem Schwung des Mitteltraktes und dem Gegenschwung der Seitentrakte den angrenzenden Kurpark sowie den Fluss Kamp und verbindet diesen beiden Elemente. Die Gesamtgestaltung bezieht auch die angrenzende Umgebung mit ein und der Zugang führt über den das Gebäude umgebenden chinesischen Garten bzw. über die Kamppromenade.
Die thermische Qualität der Gebäudehülle und die Hauptorientierung des Gebäudes nach Südwesten erfolgte dahin gehend um einen Niedrigenergiehausstandard zu erreichen. Zusätzlich unterstützt eine Fläche von 45 m² Sonnenkollektoren, die in die südwestliche Dachfläche integriert ist, das Heizsystem und die Warmwasserbereitung.